Praxiswerkstatt zur Auseinandersetzung mit demokratie- und menschenfeindlichen Haltungen
Rechtsextreme, diskriminierende und demokratiefeindliche Äußerungen anzutreffen, ist für viele Fachkräfte Teil des beruflichen Alltags geworden. Am 29. und 30. Juni 2026 haben sich deshalb im Rahmen einer Praxiswerkstatt der Fachstelle Rechtsextremismusprävention 15 Fachkräfte aus Jugendsozialarbeit, Schulsozialarbeit und offener Jugendarbeit für zwei Tage zum intensiven Fachaustausch und Üben zusammengefunden.
Die Veranstaltung wurde von Silke Baer, Geschäftsführerin von cultures interactive, mit einem Impulsvortrag zur Normalisierung und Präsenz neuer rechtspopulistischer und rechtsextremistischer Parteien und deren Auswirkungen auf die Jugendsozialarbeit eröffnet. Am zweiten Tag kehrte Oliver Müller die Perspektive um und richtete in „Für jeden was dabei!? Rechte Angebote für junge Menschen“ den Blick darauf, wo und wie die extreme Rechte aktuell Jugendliche erreicht und welche Bedürfnisse sie dabei bedient. In zwei parallelen Strängen arbeiteten Caner Ledesma Méndez und Oliver Müller mit den Teilnehmenden weiter: an pädagogischen Handlungskonzepten und am Erkennen aktueller extrem rechter Codes, an Ansprechverhalten und Erstreaktion, und an der Frage, was eine Einrichtung vorhalten muss, damit Kolleg*innen im Ernstfall nicht allein dastehen.
Viel Raum nahmen daneben die konkreten Fälle und Erfahrungen ein, die die Teilnehmenden selbst mitgebracht hatten: rechtsextrem orientierte Jugendliche im Jugendklub, die organisatorische Vorbereitung auf einen Christopher Street Day, rechtspopulistische Störungsversuche in einer unterrichtsbegleitenden Maßnahme – also Beispiele für sehr verschiedene Situationen, an denen während der beiden Tage gearbeitet wurde. Zum Abschluss erarbeiteten die Teilnehmenden in der Einheit „Meine nächsten Schritte" konkrete Handlungsansätze für ihre Weiterarbeit vor Ort.
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