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Cultures Interactive

cultures interactive (CI) ist ein bundesweit und international tätiger Fachträger zu Jugendkulturen in der Prävention von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus. CI-Mitarbeiter*innen arbeiten seit 2001 in der Konzeption, Durchführung und Evaluation von Modellprojekten. Als interdisziplinäres Team aus unterschiedlichen Jugendkulturfeldern, Sozialarbeit/-Pädagogik, Mediation, Supervision, psychologisch fundierter Gruppenarbeit, Kulturwissenschaften und politischer Bildung geben sie ihre Expertise in der direkten Arbeit mit Jugendlichen, bei Projekttagen und Intensiv-Trainings, bei Fachkräfte-Fortbildungen sowie bei der Erarbeitung von Handlungskonzepten und pädagogischen Materialien, weiter. CI berät national wie international  Ministerien, Netzwerke, Kommunen, Institutionen und Verbände, insbesondere der Jugendarbeit und Jugendhilfe.
Seit 2015 wird CI im Rahmen der Förderung zur Strukturentwicklung im Bundesprogramm “Demokratie leben!” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
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News

‚European Fair Skills‘ Prävention von Gruppenhass und Rechtsextremismus in Mittel- und Osteuropa

Ausgehend von ihren Arbeitserfahrungen aus der Prävention von Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in den ostdeutschen Bundesländern, wurden die Mitarbeiter*innen von cultures interactive e.V. (CI) immer wieder auf die großen Risiken und Bedarfe der Präventionsarbeit in den mittel- und osteuropäischen Nachbarländern aufmerksam. Denn in den Bevölkerungen und insbesondere unter den jungen Leuten dieser Länder sind Ideologien der Ungleichwertigkeit, Haltungen des gruppenbezogenen Ressentiments sowie strukturell verankerte Verhaltensweisen der Ausgrenzung und Missachtung anderer weit verbreitet und stark persönlich verinnerlicht.

Zudem wurde in den letzten Jahren – vor allem seit der Ankunft großer Zahlen von Geflüchteten in Europa – deutlich, wie sehr diese Haltungen und Verhaltensweisen den Nährboden für demokratie- und menschenrechtsfeindliche und oft rassistische Bewegungen bilden, zum Erstarken von rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien beitragen und letztlich sogar die Entstehung von militanten, rechtsterroristischen Netzwerken befördern können.

 

Unterm Strich muss man also feststellen, dass die sehr große Betriebsamkeit, die bei der EU seit einigen Jahren in Sachen Terrorabwehr und Radikalisierungsprävention herrscht, in Mittel- und Osteuropa dazu geführt hat, dass Ressentiments und Ausgrenzungsmechanismen gegen Minderheiten und Geflüchtete – sowie (Fremden-)Angst im Allgemeinen – zum Teil eher befördert als gelindert wurden. Umso notwendiger ist es, die Kolleg*innen dieser Länder vor Ort praktisch zu unterstützen, um im lokalen Umfeld korrigierend und präventiv tätig werden zu können.

Aus diesen Zusammenhängen heraus haben die besorgniserregenden Beobachtungen in den östlichen Nachbarländern bei CI im Jahre 2014 zu dem Entschluss geführt, aus seinem als Bundesmodellprojekt entwickelten Fair Skills Ansatz (2009-12) zur jugendkulturellen und gemeinwesenorientierten Prävention von Gruppenhass und Rechtsextremismus eine „European Fair Skills“-Initiative zu bilden – und diese in Tschechien, der Slowakei und Ungarn zu beginnen. Hieran hat CI auch die Absicht geknüpft, die Entwicklung seiner Bundeszentralität als Träger für jugendkulturelle Rechtsextremismusprävention geographisch so zu akzentuieren, dass diese auch Maßnahmentransfer und Fachaustausch mit mittel- und ost-europäischen Kolleg*innen einschließt – und diese dann mit eigenständigen EU-Mitteln versorgen soll. Deshalb sind die bisherigen Schwerpunktregionen von CI – Thüringen, Sachsen, Brandenburg, Bayern, Hessen und Niedersachsen (entlang derer sich zum Teil auch die Erstreckung der NSU-Anschläge und mutmaßlichen Unterstützungsstrukturen abbilden) – in einer Weise gewählt, die eine international vernetzte, mittel- und osteuropäische Zusammenarbeit ermöglicht.

http://europeanfairskills.eu/

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