Summer School

Einladung zur Summer School 2021

ONLINE SUMMER SCHOOL 2021

Rechtsextremismusprävention und (Politische) Bildungsarbeit von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter

8./9.7. und 15./16.7.

Die vierte Summer School von cultures interactive e.V. wird erneut als Online-Veranstaltungsreihe mit Vorträgen, Seminaren und Austauschformaten an vier Terminen im Juli stattfinden.

Rechtsextremismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sind eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, kein „Problem“, das sich allein am Rand der Gesellschaft oder nur bei Jugendlichen verorten ließe. Aus diesem Grund wollen wir inhaltlich in diesem Jahr den Blick weiten und die Lebensphasen Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter hinsichtlich rechtsextremer Phänomene und Ausprägungen beleuchten sowie aktuelle Handlungsansätze aus der jeweiligen Praxis vorstellen. Diese erweiterte Perspektive soll bei den Teilnehmenden zum fachlichen Austausch anregen und Impulse für die Arbeit geben.

Zielgruppe
Die Veranstaltung richtet sich an pädagogische Fachkräfte und Multiplikator*innen aus der Jugend(sozial)arbeit sowie politischen Bildungsarbeit, die im Bereich der Prävention von Rechtsextremismus/Bearbeitung von Phänomenen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit tätig sind. Neben dem Wissenstransfer in den Workshops liegt ein Fokus der Veranstaltung auf dem gegenseitigen Kennenlernen der Teilnehmenden, dem Austausch und der Vernetzung.

Teilnahme
Wie bei unseren letzten Summer Schools wollen wir durch das Format genügend Raum und Zeit für gemeinsamen fachlichen Austausch und Vernetzung in vertrauensvoller Atmosphäre ermöglichen. Eine Anmeldung ist daher nur für die gesamte Summer School möglich und wir bitten um die Teilnahme an mindestens drei der vier Termine.

Teilnahmegebühr
50€ für die gesamte Veranstaltung, unabhängig davon ob alle Termine besucht werden. Nach Abschluss der Online-Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungsmail mit Informationen zur Zahlung.

Ablauf
Die Veranstaltung wird mit der Konferenzsoftware Zoom durchgeführt. An den vier Veranstaltungstagen gibt es jeweils einen thematischen Schwerpunkt, der vormittags (10-12:00 Uhr) durch einen Vortrag oder Panel-Diskussion sowie den Austausch  eingeführt und in Kleingruppen diskutiert wird. Daran schließen sich am Nachmittag (13-16:30 Uhr) parallele Online-Workshops zur Vertiefung der Tagesthemen an. Den Abschluss bildet das gemeinsame Outro (16:30-17:00 Uhr), in  dem die verschiedenen Ergebnisse aus den Workshops vorgestellt und diskutiert werden. Das ganze Programm können Sie als PDF-Datei herunterladen.

Termine / Zeiten / Schwerpunkte

1. Tag (08.07.) 10-17Uhr: Ankommen, Kennenlernen, Vernetzen, Thematischer Einstieg
Am ersten Tag stehen das intensive Kennenlernen, der gemeinsame Austausch sowie die Vernetzung unter den Teilnehmenden im Mittelpunkt.
Mittels Vorträgen von Expert*innen sollen Ansätze und Erfahrungen der Rechtsextremismusprävention aus den letzten Jahren vorgestellt werden sowie die Rolle von (Politischer) Bildungsarbeit in der Jugendarbeit beleuchtet werden. Daran anknüpfend wollen wir gemeinsam zu unseren Erfahrungen aus der Rechtsextremismusprävention, Jugend(sozial)arbeit und politischen Bildung in den Austausch kommen und Fragestellungen bearbeiten, wie z.B. nach den Macht- und Ungleichwertigkeitsverhältnissen sowie damit verbundenen Formen von Diskriminierung, die in den Arbeitsfeldern der Teilnehmenden wirksam sind.

Das ausführliche Programm mit der Beschreibung aller Workshops und Vorträge können Sie hier einsehen.

2. Tag (09.07.) 10-17Uhr: Kindheit im Blick
An diesem Thementag liegt der Fokus auf der Arbeit mit Kindern und Eltern, in Workshops den geht es u.a. um diskriminierendes Verhalten bei Kita-Kindern sowie dem pädagogischen Umgang damit oder die Arbeit mit Vätern.

3. Tag (15.07.) 10-17Uhr: Jugend
Rechtsextremismus ist ein  „Problem“ von Jugendlichen - Was ist dran an dieser Aussage und wo greift sie viel zu kurz? Dieser Frage soll in einem einführenden Vortrag nachgegangen werden. Eine inhaltliche Vertiefung findet u.a. zur pädagogischen Relevanz von Geschlechterkonstruktionen mit Blick auf Rechtextremismus sowie pädagogische Handlungsansätze in der Jugend- und Bildungsarbeit.

4. Tag (16.07.) 10-17Uhr: Erwachsenenalter
Verschwörungserzählungen, rechte Siedler*innen, Antifeminismus – Phänomene und Themen, die eher im Er-wachsenenalter zu verorten sind. An welchen Orten und wie sind die Möglichkeiten der individuellen Bearbeitung, wann bedarf es der Einbeziehung des familiären und sozialräumlichen Umfeldes? Eine inhaltliche Vertiefung findet u.a. zur Präventionsarbeit in Strafvollzug und Bewährungshilfe statt.