Politische Bildner*innen und Moderator*innen von Diskussionsforen erleben immer wieder schwierige Situationen mit Erwachsenen und Jugendlichen: Unterschiedliche Meinungen und Problemeinschätzungen stehen sich in unversöhnlicher Weise gegenüber, Personen berufen sich auf Informationsquellen, die andere wiederum als unglaubwürdig kategorisch ablehnen, Gespräche über demokratische Grundwerte werden von vornherein als ideologische Umerziehung oder mit rechtsextrem unterlegtem Zynismus abgelehnt.

Die zweitägige Fortbildung vermittelt praxisnahe Strategien, um in solchen herausfordernden Situationen handlungsfähig zu bleiben. Im Zentrum steht hierbei das eigens dafür entwickelte Kommunikationsmodell »InteraKt«, welches verschiedene Grundtypen von Resonanz und Formen von Kommunikationsverhalten (von »kontrovers-gesprächsbereit« bis »strategisch-offensiv«) differenziert. Dadurch wird greifbar, an welchen Indikatoren man merkt, dass ein echter Dialog trotz kontroverser Diskussion oder Störungen noch möglich ist – und wie situativ passende Umgangsmöglichkeiten aussehen können, die weder in eine argumentative Sackgasse noch in eine Eskalationsspirale führen.

Im Rahmen der Fortbildung werden auf Grundlage des Modells praxisorientiert gelungene Interventionen auf der Ebene von Setting, Gruppengestaltung und hilfreicher Ansprache vorgeschlagen. Neben der Erörterung der Rahmenbedingungen einer gelingenden Dialogmoderation in Gruppen werden dafür konkrete Kompetenzen der (Erst-)reaktion auf Störungen praktisch erprobt: Wie begegnet man »Themenhopping«, dem bewussten »Lächerlich-machen« oder »universellem Zweifel«?  Das Ziel besteht darin, auch sehr kontroverse Gespräche führen zu können und dabei sicherzustellen, dass diese von niemandem für seine Zwecke »gekapert« werden und sich zudem niemand übersehen, beleidigt oder gar bedroht fühlen muss.

Interessiert?

Format: Zweitägige Präsenzfortbildung

Zielgruppe: Fach­kräfte der Jugend- uns Sozial­arbeit, päda­gogi­sche Fach­kräfte aus Schule und Bildung, Multi­pli­kator*innen, Moderator*innen, Mediator*innen

Termine:

Mittwoch 17.06.2026, 9 – 18 Uhr

Donnerstag 18.06.2026, 9 – 18 Uhr

Ort: Berlin

Teilnahmegebühren:

30,00 EUR

Anmeldung