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C.I. KulturRäume2010

KulturRäume2010

Unsere Schwerpunktregionen:

Weimarer Land
Landkreis Parchim
Jerichower Land
Sächsische Schweiz

Kulturräume2010

ist ein Modellprojekt des Vereins C.I. gefördert durch das Programm „Vielfalt tut gut“ des BMFSFJ und der Bundeszentrale für politische Bildung.

In verschiedenen Schwerpunktregionen initiieren und begleiten wir nachhaltige Prozesse der jugendkulturellen Beteiligung, um demokratische und kulturelle Vielfalt vor Ort zu fördern.

Jugendliche erarbeiten Möglichkeiten, ihre Interessen auf kommunalpolitischer Ebene umzusetzen und ihren Lebensraum aktiv und attraktiv mit zu gestalten.

Ziele und Ergebnisse

  • Schaffung von kommunalen demokratischen Partizipationsräumen von und für Jugendliche
  • Entwicklung vielfältiger (Jugend-)Kulturen vor Ort
  • Vermittlung von Toleranz und gewaltfreien Haltungen sowie kreativen Kompetenzen
  • Dokumentation der zivilgesellschaftlichen Prozesse

Koordination und Begleitung erfolgt durch

  • sozialpädagogisch und politisch erfahrene Teamer/innen
  • DJs und DJanes, Rapper und Rapperinnen, Musikproduzent/innen, Graffiti-, Street-Art- und Comic-Künstler/innen, Skateboarder und -boarderinnen, Akteur/innen der RiotGrrrl, Hardcore, Punk, Gothic und Metal-Szene
  • Medienfachleute in den Bereichen Radio, Video, Foto, Print

Unsere Partner vor Ort sind

Jugendliche, Schulen und Jugendklubs, engagierte Erwachsene, Initiativen und Vereine, Lehrer/innen und Sozialarbeiter/ innen, lokale Akteure aus Politik, Presse und Wirtschaft, Jugendämter, Landeszentralen für politische Bildung, Landesministerien…


Ein kooperativer Prozess mit verschiedenen
Schritten in jeder Region…

Phase (1) – initiiert:

  • Projekttage an Förder-, Haupt-, Real-, Berufsschulen und Gymnasien
  • Netzwerkaufbau mit lokalen Akteuren aus Jugendarbeit, Schule, Politik, Presse und zivilgesellschaftlich interessierten Bürger/innen

Phase (2) – angeleitet und begleitet:

  • Jugendliche bilden Arbeitsgruppen und erstellen eine Sozialraumanalyse /jugendkulturelle Konfliktpunkte/Angebote/Clubs/Parks/Parties/ in Print-, Audio- oder Videoformat
  • Jugendkultur- und Medienworkshops zur Förderung der Handlungskompetenzen der Jugendlichen /Rap, DJing, Skaten, Tanzen, Comic-/Graffiti-Art, digitale Musikproduktion, Radio, Video, Fanzine/

Phase (3) – verhandelt:

  • Zukunftswerkstatt mit Jugendlichen und lokalen Akteuren. Dabei stellen Jugendliche ihre Ergebnisse vor, gemeinsam werden Handlungsziele formuliert /Was fehlt? Was ist wichtig? Was lässt sich realisieren?/

Phase (4) – umgesetzt:

  • Umsetzung der Handlungsziele. Hier heißt es am Ball bleiben und die Jugendlichen strategisch zu beraten und zu begleiten. Wer kann helfen /Skatepark, konfliktfreie Bushaltestelle, Ausbau des Jugendklubs, Jugendparlament/ zu realisieren und langfristig zu fördern?
  • Zielgruppenspezifische Angebote: Fortbildungen für Multiplikator/innen, Pädagog/innen, Lehrer/innen, Journalist/innen u. a. zur weiterführenden Gewalt- und Rechtsextremismusprävention; Jugendkulturelle Konfliktmediation.

Sommer 2010: Erfolgreiche Zukunftwerkstätten

Mit den Zukunftswerkstätten hat das Mo­dellprojekt KulturRäume 2010 im Juni sei­nen Höhepunkt in den Regionen ge­funden. In Parchim, Genthin und Bad Schandau dis­kutierten Jugendliche mit Verant­wort­li­chen aus Politik und Verwaltung, Ge­schäfts­trei­benden und vielen weiteren In­teressierten über die Probleme und Per­spektiven von Jugendlichen vor Ort. Es wurden Wünsche und Bedürfnisse gesam­melt, Ideen für die Umsetzung erarbeitet und erste Ver­ab­redungen für die gemein­same weitere Arbeit getroffen.

Den Anfang machte am 29.5. die Stadt Parchim. Thematisiert wurde die Einlass­po­litik der lokalen Diskotheken, durch die be­son­ders Jugendliche mit Migrationsbio­gra­phie alltäglich Ausgrenzung und Rassis­mus erfahren. Hier soll nach einer aus­führlichen Recherche der Dialog mit den Betreibern der Diskotheken gesucht wer­den. Ent­stehen soll auch eine HipHop Academy, wo Jugendliche in angemes­senen Räumlich­keiten betreut Musik oder Breakdance machen können. Zudem soll es eine Platt­form geben, die den Zugang zu den ört­li­chen, jugendspezifischen Angebo­ten er­leichtert, von denen viele bisher gar nicht wissen, dass es sie gibt.

Weiter ging es am 5.6. im Jerichower Land mit der Zukunftswerkstadt in Genthin. Dis­kutiert wurde eine Reaktivierung des Ju­gendparlamentes, das eine Partizipation der Jugendlichen an der Kommunalpolitik er­möglichen kann. Zudem wurde nach Wegen gesucht, Bevölkerung und Verant­wortungsträgerInnen stärker für das The­ma Rechtsextremismus zu sensibilisieren. Ein wichtiger Punkt war die Entstehung einer Skatehalle und die Vermeidung von Interessenkonflikten zwischen SkaterInnen und BikerInnen.

Am 12.6. folgte die Zukunftswerkstatt in der Sächsischen Schweiz. Neben der Wiedereröffnung des Jugendclubs in Bad Schandau ging es auch hier um die Er­richtung eines Skateparks. Zudem soll das negative Image der Jugendlichen im Ort durch eine stärkere Präsenz in den lokalen Medien verbessert werden.

Was genau eine Zukunftswerkstatt ist, wie man auf diese Weise gemeinsam Ergeb­nis­se erarbeitet und welche dies genau wa­ren, erfahrt ihr ausführlich in den Doku­men­tationen, die ihr als pdf-Dateien an­se­hen könnt: