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cultures interactive HaKo_reJu

HaKo_reJu

Konzept
Kooperationspartner_innen


Ziel

… ist es ein Handlungskonzept für rechts­affine Jugendliche zu erstellen und dabei gleichzeitig die nicht-rechten Jugend­lichen in Jugendclubs, Sportvereinen und Ver­bänden zu stärken und diese im Optimalfall

aktiv an dem Prozess zu beteiligen. Dafür werden passende jugendkulturelle Ange­bote entwickelt und den Jugendlichen an­geboten.


Story

Unsere Erfahrungen aus dem letzten Mo­dell­projekt „KulturRäume2010“ haben ge­zeigt, dass neonazistische Gruppie­rungen in einigen Regionen in Ostdeutschland ihre Dominanz immer noch ausbauen oder bei­behalten konnten. Unter der Berück­sich­ti­gung, dass in einigen ländlichen Regionen Rechtsextreme in verschiedensten Formen immer noch dominieren, ist das Durch­setzen von nicht-rechten Handlungs­op­tio­nen für uns nach wie vor eine große Herausforderung – besonders in jugend (kul­turell)relevanten Einrichtungen. In den bisher durchgeführten Projekten, in Semi­naren und Gesprächen wurde deutlich, dass in den meisten Fällen die Mitar­bei­ter/innen dieser Einrichtungen bzw. Träger dann überfordert waren, wenn recht­saffine, alltagsrassistische oder rechts-

ex­treme Jugendliche an ihren Angeboten teil­genommen haben. Nicht selten ver­suchen Rechtsextremisten auch Einrich­tungen der Kinder und Jugendarbeit gezielt für die Verbreitung ihrer Ideologie zu nutzen.

In den kommenden Jahren 2011 bis 2014 wollen wir nun ein Handlungskonzept für die Arbeit mit rechtsaffinen Jugendlichen im ländlichen Raum entwickeln. Unter rechts­affin verstehen wir Jugendliche, die an der rechten Erlebniswelt partizipieren oder mit rechtem Gedankengut sympathisieren. Die Grenze für unsere Konzepte verläuft zwischen Jugendlichen, die Teilsegmente einer rechten Ideologie vertreten, und Jugendlichen, die über ein geschlossenes rechtes Weltbild verfügen.


Eine qualifizierte Bedarfsanalyse

… soll mit Hilfe von Fachexpert/innen aus vier Bundesländern sowie mittels des di­rekten Kontakts zu Jugendlichen erstellt werden. Durch Projekttage an Förder-, Haupt, Real- und Berufsschulen sowie auch Gymnasien werden aktuelle orts­spe­zi­fische Erscheinungen von Rechtsex­tre­mis­mus in Jugendmilieus exploriert. Hierbei arbeiten wir mit dem von cultures inter­active entwickelten Ansatz der zivil­ge­sell­schaftlichen Jugendkulturarbeit.

Um die Praxiserfahrungen mit theore­ti­schem Wissen zu unterlegen, werden Ex­per­ten/innen aus Politikwissenschaft, Psy­chologie, Pädagogik, Soziologie, Justiz und Behörden einbezogen, die ihre Perspek­tiven aus den jeweiligen Fachrichtungen einbringen und Lösungen mitentwickeln. Aus den Ergebnissen dieser inter­dis­ziplinären Fachexpertise entwickeln wir das Handlungskonzept für die Arbeit mit rechtsaffinen Jugendlichen. Dabei wird die jeweilige Besonderheit der Praxisstellen in der Arbeit mit Jugendlichen berücksichtigt.

Das Handlungskonzept basiert auf einer orts-, milieu- und genderspezifischen Be­trachtung und beinhaltet Grundelemente wie das Demokratie lernen, das Erleben von Partizipation und Aspekte von Betei­ligung.

Die Ergebnisse werden in einer Transfer-Fachtagung dem interessierten Fach­pu­bli­kum präsentiert.

Das Projekt wird extern evaluiert und die Ergebnisse fließen in die Modifikation des Handlungskonzeptes ein. Eine Quali­fi­zie­rungsreihe für die hauptamtlich Beschäf­tigten sichert Handlungskompetenz. Eine Kooperation mit einer Fachhochschule und ein begleitendes Promotionsprojekt sind angedacht.

Selbstverständlich bleibt auch unserer jugendkulturelles Know How im Spiel – wir freuen uns über euer Interesse.


Das Projekt wir gefördert von:

BMFSFJ   Toleranz fördern - Kompetenz stärken   Bundeszentrale für politische Bildung

gefördert im Rahmen des Bundesprogramms TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN