European Network for Non-Violence and Dialogue (ENND)

Das Projekt „European Network for Non-violence and Dialogue“ (ENND) wurde von der slowakischen NGO „Partners for Democratic Change Slovakia“ (PDCS) im August 2016 initiiert. Sein Hauptziel ist es, einen gewaltfreien und dialogorientierten Umgang im Kontext aktueller Wertekonflikte zu fördern sowie den Austausch zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen zu ermöglichen, die bereits Erfahrungen in diesem Feld gesammelt und erfolgreiche Ansätze der Prävention von gesellschaftlichen Konflikten, Polarisierung und Gewalt entwickelt und erprobt haben. Am Projekt beteiligt sind zunächst Partner aus 7 Ländern: Slowakei, Tschechische Republik, Polen, Ungarn, Bulgarien, Rumänien und Deutschland.

Inhaltlich nimmt das Projekt jene Konflikte in den Blick, die in Europa derzeit verstärkt das Interesse der Medien und der Öffentlichkeit auf sich ziehen und dadurch öffentliche Diskussionen anregen sowie Meinungen und Wertvorstellungen der Menschen beeinflussen. Diesbezüglich arbeitet ENND darauf hin, ein aktives Netzwerk zu bilden, das ein Gegengewicht zur aktuellen Entwicklung insb. in Mittel- und Osteuropa bildet, wo sich große Teile der Politik und Gesellschaft von den Idealen und Werten der Europäischen Union entfernen. Das Netzwerk soll zivilgesellschaftliche Akteur*innen zusammenbringen, die dieser Tendenz mit Präventions- und Interventionsmaßnahmen, gewaltfreien Strategien im Umgang mit gesellschaftlicher Polarisierung und Ansätzen zur Deradikalisierung entgegenwirken wollen. Diesen Akteur*innen bietet ENND eine Plattform, um voneinander zu lernen, erprobte Ansätze zu sammeln und auszutauschen, sich gegenseitig zu unterstützen und Kampagnen zu organisieren, um demokratische und menschenrechtliche Haltungen gemeinsam zu fördern.

Maßnahmen

In der ersten Projektphase haben alle Partner eine Mapping-Studie erarbeitet, die eine Übersicht über Wertekonflikte sowie Organisationen und Ansätze zur Konfliktprävention und -bearbeitung in allen sieben im Projekt vertretenen Ländern gibt. Die Studie kann hier heruntergeladen werden.

Ausgehend von dieser Überblicksstudie wurde in einem zweiten Schritt gezielt das Netzwerk aufgebaut. Diese Netzwerkbildung umfasste verschiedene Aktivitäten, wie etwa Netzwerktreffen, die gemeinsame Entwicklung einer Wertebasis des Netzwerks (ENND-Manifesto), verschiedene Workshops zum internationalen Fachaustausch von guten Ansätzen der Prävention und Intervention, Kurzfilme über verschiedene Ansätze sowie zwei internationale Konferenzen.

Förderung

Das Projekt Network for Non-violence and Dialogue wurde kofinanziert von “Europe for Citizens under the Strand 2: Civil Society Projects 2016” und vom 1.1.2017 bis 30.06.2018 umgesetzt. Informationen zu den umgesetzten Maßnahmen mit Angaben zur Anzahl der beteiligten Länder und Teilnehmer*innen kann hier eingesehen werden.