Modellprojekt DisTanZ

Das Projekt

Trainingsmaßnahmen für Risikojugendliche und ein lokal verankertes Zentrum zur Radikalisierungsprävention

Radikalisierung findet nicht schlagartig statt, sondern ist ein Prozess, der von persönlichen Bedürfnissen, Neugier, Sinn- und Wirksamkeitssuche, dem Umfeld sowie Gelegenheitsstrukturen (z. B. jugendkulturell interessante rechtsextreme Cliquen am Ort) beeinflusst wird. Wenn Heranwachsende beginnen sich Rechtsextremismus zuzuwenden wird das in vielen Fällen für die Außenwelt sichtbar. Durch abwertende Äußerungen, destruktiv-politische Kleidermarken und Symbole, dem Rückzug aus bestimmten Gruppen- und Freizeitkontexten, "neue Freunde" aus rechtsextremen Cliquen.

In diesem frühen Stadium der Hinwendung zu Rechtsextremismus u.a. bestehen noch gute Chancen Jugendliche anzusprechen und ihnen Raum für eine durch Respekt und Vertrauen geprägte Reflektion zu Ideologien, politischen Vorstellungen, Lebenswirklichkeiten und Interaktionsformen durch die ihr Leben geprägt ist, zu eröffnen sowie Alternativangebote des Selbstausdrucks, Sinnerlebens und der Persönlichkeitsentwicklung zu machen.

Bislang gab es jedoch keine gezielten Angebote für diese Zielgruppe, die in der Regel minderjährig und noch nicht straffällig geworden ist. Auch fehlt es an einer koordinierten Absprache von jenen Institutionen, denen Veränderungen auffallen, die auf eine Gefährdung im Bezug auf Radikalisierung hindeuten. Akteur_innen aus Jugendarbeit, Schulsozialarbeit, Familienhilfe, stationären Jugendeinrichtungen usw. agieren oft als Einzelkämpfer_innen ohne gezielten Auftrag und Ressourcen im Bezug auf Rechtsextremismus u.a. Formen der durch Hass und Menschenverachtung geprägten Einstellungen.

Projektlaufzeit

2015-2019

 

Gefördert im Rahmen von
BMFSFJDemokratie leben