Graffiti/Streetart
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Graffiti – oder „Writing“ (von „Writing my Name“) entstand in den hauptsächlich von Afroamerikanern und Latinos bewohnten Armenvierteln New Yorks gegen Ende der 60er Jahre. Die streitbare visuelle Sub- kultur, bei der es darum geht, sein Pseudo- nym so oft und so individuell wie möglich im öffentlichen Raum zu verbreiten, eroberte durch Filme wie „Wildstyle“ und „Style Wars“ Anfang der Achtziger Jahre gemein- sam mit der sich weltweit verbreitenden Hip Hop Bewegung auch Europa. Bunte großformatige Graffitis sind seitdem aus den Metropolen nicht mehr wegzudenken. Im Gegensatz zu anderen Jugendkulturen, in denen sich hauptsächlich über Musik, Kleidung und politische Haltungen definiert wird, ist der gemeinsame Nenner der Graf- fitibewegung künstlerischer Aktivismus. Sprüher erhalten Respekt und Anerken- nung von Ihresgleichen für die Häufigkeit und Qualität ihrer Bilder, so wie für die He- rausbildung eines individuellen künst- lerischen Stils. Im Workshop zeichnen wir die Entstehung dieser Kultur vor den sozialen Hintergrün- den ihrer Protagonisten nach, die der Ano- nymität der Großstadt zu entrinnen such- ten, indem sie ihr Umfeld aktiv mitgestalte- ten, um so in einem eigenen Ästhetischen System nach Anerkennung und Ruhm zu streben, die ihnen sonst in der harten Realität versagt geblieben wären. Außerdem präsentieren wir Arbeiten von Sprühern, in denen über den Namen hi- naus Themen artikuliert werden, um zu il- lustrieren, dass gesprühte Bilder auch Inhalte transportieren können. Je nach Voraussetzungen vor Ort können die praktischen Teile variieren: A: Eine Grosse Wand ist zum Besprühen freigegeben: |
B: Es werden Span- oder Holzplatten be- reitgestellt: Beide Varianten haben ihre Vor- und Nach- teile. So besteht bei Variante A ein grö- ßerer Erfolgs- und Zeitdruck, dafür bleibt das Ergebnis sichtbar und das Erfolgs- erlebnis und die Identifikation mit dem ent- standenen Bild sind größer. Oft ist es schwierig, bei sehr großen Gruppen alle gleichstark zu beteiligen. Kleine Checkliste für Pädagog/innen, die ihren Schüler/innen Graffiti anbieten und ermöglichen möchten:
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Streetart
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Streetart ist ein Sammelbegriff für ver- schiedenste Disziplinen zum aktiven Mit- gestalten des öffentlichen Raumes, wie z.B. Schablonen, Sticker und Poster. Die Bewegung ist nicht zuletzt das Ergebnis der massiven Verfolgung von illegalem Graffiti. So war die zunächst rein tech- nische Neuerung, ein Tag (Signatur des Sprühers) auf einen Aufkleber zu schrei- ben, oder auf Postern zu plakatieren, auch ein evolutionärer Schritt bezüglich der Inhalte die auf solchen Medien transportiert werden. War beim Graffiti der Name das zentrale Motiv, so war es jetzt auch mög- lich, figürliche Motive, Botschaften und komplexe Scherenschnitte von langer Hand zu Hause vorzubereiten, um sie dann an der gewünschten Stelle im öffentlichen Raum mit Kleister anzubringen. |
Die Botschaften von Streetart sind humor- voll bis politisch und berufen sich auf un- terschiedlichste künstlerische Traditionen. Wichtig ist den Aktivisten die Bereicherung des urbanen Raums um nichtkommerzielle Botschaften, die Szene ist zudem meist sehr kritisch gegenüber Werbung einge- stellt. Streetart impliziert die Fragen „Wer darf den öffentlichen Raum wie mitge- stalten und warum?“ Im Workshop illustrieren wir die Entstehung der Bewegung und ihre unterschiedlichen Techniken, und stellen verschiedene Ma- terialien bereit, um diese auszuprobieren. Auch hier legen wir Wert auf die Artiku- lation spezifischer Themen. Die Ergebnis- se können dann ausgestellt werden. |










