cultures of berlin
Was?
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Das Projekt cultures of berlin, unterstützt von der Berliner Senatsverwaltung für In- tegration, Arbeit und Soziales, will Jugend- liche befähigen ihre Lebenswelt mitzu- gestalten. Die Begegnung von Jugend- lichen, Schülerinnen und Schülern aus den Bezirken Neukölln und Marzahn-Hel- lersdorf wird initiiert. Die Jugendlichen sollen sich über für sie wichtige jugend- kulturelle Themen austauschen und in ih- rem Umfeld gemeinsam aktiv werden so- wie sich an lokalen demokratischen Pro- zessen beteiligen. Durch jugendkulturelle Bildungsangebote erhalten die Jugend- lichen Handlungskompetenzen, um sich konkrete Perspektiven der Lebensraum- gestaltung zu erarbeiten. Aspekte einzelner Jugendkulturen wie «do it yourself» (DIY), emanzipatorische, interkulturelle und krea- tive Ansätze gewaltfreien Handelns wer- den ihnen vermittelt. Die Stärkung von Ju- gendkulturen mit tolerantem Selbstver- ständnis wie Techno, Punk oder HipHop fördert Haltungen, die gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Ausgrenzung ge- richtet sind. |
Im Austausch mit den Jugendlichen aus dem jeweils anderen Bezirk werden Per- spektivwechsel, neue Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten eröffnet. Gleich- zeitig werden lokale Netzwerke aufgebaut, die diese Jugendlichen unterstützen und nachhaltig ein Umfeld schaffen, in dem die Beteiligung von Jugendlichen und das friedliche und gewaltfreie Zusammenleben einer Vielfalt von (Jugend-)Kulturen langfristig gefördert wird. |
Wer?
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Zur Zielgruppe des Projekts cultures of berlin gehören Jugendliche aus den Be- zirken Marzahn-Hellersdorf und Neukölln, die bisher nicht als Akteure in Erscheinung getreten sind und die etwa aufgrund eines so genannten niedrigen Bildungsniveaus oder eines Migrations-Hintergrunds höhere Hürden auf dem Weg zu politisch, demokratischer Partizipation im lokalen Gemeinwesen zu überwinden haben als andere Jugendliche oder Erwachsene. Durch seinen jugendkulturellen Ansatz möchte cultures of berlin gerade diese Jugendlichen gezielt unterstützen, der oft vorherrschenden Perspektiv- und Phanta- sielosigkeit mit kreativen und aktivierenden Methoden entgegentreten und soziale und interkulturelle Kompetenzen fördern. |
Der Verein cultures interactive weiß aus der Arbeit mit «schwierigen» gewaltla- tenten Jugendlichen – Untersuchungen bestätigen diese Erfahrung – dass diese Jugendlichen oftmals nicht viel mehr als die Plätze und Straßen in ihrer direkten Nachbarschaft kennen. cultures of berlin bringt Jugendliche aus den beiden Bezir- ken Neukölln und Marzahn-Hellersdorf zu gegenseitigen Besuchen und gemeinsa- men open space-Veranstaltungen zusam- men. cultures of berlin greift auf vor- handene Initiativen, Vereine und Projekte mit ihren Erkenntnissen und bereits bestehenden Kontakten zu Jugendlichen und Schulen zurück. In Marzahn-Hel- lersdorf ist der Vision e.V. der wichtigste Kooperations- partner, in Neukölln ko- operiert cultures of berlin eng mit dem Projekt 44 kingz & queenz. |
Wie?
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Im Zeitraum von Mai 2008 bis Dezember 2009 werden zehn Schulprojekttage an verschiedenen Schulen in Marzahn-Hel- lersdorf und Neukölln stattfinden. Bei den Projekttagen werden die Geschichte und das Selbstverständnis verschiedener Ju- gendkulturen und damit Haltungen eines fairen, gewaltfreien und antirassistischen Umgangs vermittelt und im Sinne des erfahrungsnahen Lernens direkt mit den lebensweltlichen Erfahrungen der Jugend- lichen in Verbindung gebracht. Szeneange- hörige von HipHop, Skateboarding, Punk, Gothic und elektronischer Musik stellen ih- re Jugendkultur vor und vermitteln den Ju- gendlichen vor Ort Grundlagen ihres Kön- nens. Es werden praktische Workshops wie Street-/Breakdance, DJing, digitale Musikproduktion, Rap, Graffiti, Comic-Art, Skateboarding und Radio- bzw. Video- produktion angeboten. Die Methode open space eröffnet viel Raum für kreative Pro- zesse. Im Rahmen von cultures of berlin werden acht open space Veranstal- tungen mit unterschiedlichen themati- schen Schwerpunkten und mit Gruppen aus Marzahn-Hellersdorf und Neukölln durchgeführt. |
Vor allem die Jugendkultur HipHop bietet für einen open space aufgrund ihrer Ent- stehungsgeschichte für viele Jugendliche Ansatzpunkte das Verhältnis zwischen Mehrheitsgesellschaft und Migrant/innen sowie persönlichen Ausgrenzungs-Erfah- rungen zu thematisieren und zu reflek- tieren und kreative und gewaltfreie Hand- lungsperspektiven zu entwickeln. |


